Wir freuen uns auf insgesamt 18 regionale und internationale Kunstschaffende, die an der Ausstellung zum Thema Gütesiegel – Ungut teilhaben werden.

DarioJLDer italienische Fotograf Dario-Jacopo Laganà lebt seit 2011 in Berlin. Einige Jahre lang widmete er sich der Reisefotografie und dem Fotojournalismus. Dann entschied er sich, Studiofotografie mit experimentellen Projekten auszuprobieren und mit Innen- und Architekturfotografie zu arbeiten. Seine Fotografien aus der Serie „DEAF“ beschäftigen sich mit menschlichen Barrieren und dem gesellschaftlichen Druck, der unsere Entscheidungen beeinflusst.

www.norte.it

www.elephantinberlin.com

www.wewillforgetsoon.com

MiesenboeckDie Österreicherin Gerlinde Miesenböck befasst sich in ihren Arbeiten mit Fragen der Identität. Häufig stellt die in Österreich, England und Finnland ausgebildete Künstlerin dabei Betrachtungen über das Zuhause in der Fremde oder ihrer Heimatregion an. Für ihr ausgestelltes Projekt „Land_sterben“ hat sie zahlreiche Würdigungen erhalten, wie etwa den Henkel-Preis für junge Fotografie oder den 1. Preis der Europäischen Zentralbank „Austria Today“. Zuletzt wurde „Land_sterben“ im Galaxy Museum for Modern Art in Chongqing (China) ausgestellt.

www.gerlinde-miesenboeck.com

Djibril DrameDjibril Drame ist bildender Künstler, Filmemacher, Kurator, Publizist und stammt ursprünglich aus Senegal, West Afrika. Er ist innerhalb seiner Kreise auch als God eye ( Gadaay ) bekannt. Drame ist in der Kunstszene etabliert, nahm an vielen Ausstellungen teil und gewann weltweite Wettbewerbe unter anderem in Deutschland, Ghana, Togo, Ethiopien und der Elfenbeinküste. In seinem ausgestellten Projekt „Dead Man Walking“ befasst er sich mit afrikanischer Kultur und stellt dabei Gegenwart und Vergangenheit in Kontrast.

www.djibrildrame.com

Barnabas HerrmannBarnabas Jacob Herrmann wurde 1993 geboren. Sein künstlerischer Werdegang ist geprägt vom Nebeneinander und Austausch verschiedener Sparten. So studierte er Schulmusik, Philosophie und Kunstpädagogik in Leipzig. Er lebt und arbeitet ebendort als Maler, Flötist und Pädagoge. Seine ausgestellten Ölbilder der Serie „Wale“ erfassen die symbolische Bedeutung des Wals für den Menschen und schlagen Assoziationen zum Mensch-Umwelt-Verhältnis.

barnabas-herrmann.jimdo.com

Eric BeierEric Beier ist in Dresden geboren und studiert dort seit 2014 Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. In seinen ausgestellten Werken der Serie „This Ability“ zeigt er Menschen mit körperlichen Einschränkungen und hinterfragt dabei, welche Fortschritte Integration und Inklusion in unserer heutigen Gesellschaft gemacht haben.

www.ericbeier.de

Vaiva-Kovieraite-TrumpeDie Künstlerin Vaiva Kovieraitė Trumpė ist in Litauen geboren und studierte Graphic Arts an der Šiaulių universitetas. Sie stellte bereits in Schweden, Frankreich, Lettland, Polen und Litauen aus. In ihrer ausgestellten Serie von Porträts verzichtet sie darauf Persönlichkeiten oder Helden abzubilden, sondern möchte bestimmte Momente festhalten. Dabei werden Emotionen hervorgebracht, egal, ob schön, hässlich oder schlichtweg ungut.

vaivakovieraite.weebly.com

Jaeyong ChoiDer Südkoreaner Jaeyong Choi studierte Religious Fine Art in Incheon und bis 2016 Grafik und Buchkunst in Leipzig. Sein Atelier liegt heute in der HALLE 14 – Zentrum für zeitgenössische Kunst in Leipzig. In seiner ausgestellten Installation befasst er sich mit Massenpsychologie: seine Arbeiten stellen Netzwerke räumlich dar und drücken die dadurch ermöglichte Konnektivität der Masse aus.

jaeyong.de

Biljana BakalucaBiljana Bacaluca wurde in Serbien geboren und hat einen Master Abschluss in Bildender Kunst. Sie nahm an vielen Ausstellungen weltweit teil, darunter Serbien, Italien, Deutschland, USA, Taiwan, China und Polen. Die Künstlerin ist außerdem Mitglied der SULUV, ULUS in Serbien und der Society of Fine Arts Salalah in Oman. Ihr ausgestelltes Werk „Identity“ beschäftigt sich mit dem Wesen des Menschen und seiner Identität. In ihrer Installation „Spying“ befasst sich die Künstlerin hingegen mit den rapiden und dramatischen Veränderungen unserer Zeit.

Susanne HampeSusanne Hampe studierte Bühnenbild in Dresden und Berlin. Seit 1995 arbeitet die Dresdnerin als freiberufliche Malerin. Im Güterbahnhofareal wird ihre Rauminstallation „Niemand ist oder bleibt nur einer“ zu sehen sein, die als Teil einer Gesamtinstallation der Künstlerinnengruppe HKE 3 entstanden ist. Sie zeigt in ihrer Arbeit auf, dass Schönheit besonders in den kleinen Abweichungen von festgelegten Normen liegt – (k)ein Ei gleicht dem anderen.

www.susannehampe.de

Daniel StimmederDer Installationskünstler Daniel Stimmeder studiert seit 2014 an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz. Er versucht mittels Skulpturen, Soundobjekten und performativem Handeln seine eigene Ausdrucksweise zu kreieren. Seine Ergebnisse vermitteln durch ihre formale Einfachheit und Eindringlichkeit seine Begeisterung für das Unbekannte, Schaffende. Er stellt eine klingende Installation aus, die sich mit dem Phänomen der stehenden Wellen auseinandersetzt. Auch der Verschleiß spielt dabei eine wichtige Rolle.

vimeo.com/user44296532

sybille neumeyerDie visuelle Künstlerin Sybille Neumeyer lebt und arbeitet in Berlin. In ihren Werken beschäftigt sie sich mit Beziehungen zwischen Mensch und Natur sowie mit urbanen Strukturen. Dabei geht es ihr oft um die unsichtbaren Relationen zwischen beteiligten Akteuren; also Emotionen, Psychologische Aspekte oder auch gesellschaftliche und ökonomische Ideen. In ihren ausgestellten Arbeiten befasst sie sich mit der Wertschätzung und Wertbildung von alten Gebäuden und füllt mit Installationen aus Papier und Wind leere Hallen wieder mit Leben.

www.sybilleneumeyer.com

Agustina AndreolettiDie argentinische Designerin, Künstlerin und Forscherin Agustina Andreoletti lebt in Köln. Sie hat einen Bachelorabschluss in Integrated Design der TH Köln und studiert derzeit aufbauend Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien Köln. In ihrer beeindruckenden Installation lässt sie Staub in der Luft erstrahlen. Wirbelnde Staubpartikel werden insziniert und für den Betrachter wird sichtbar gemacht, was er sonst nicht sieht.

www.agustinaandreoletti.com

Daryna FesDaryna Fes lebt und arbeitet in Kiew. Sie studierte Mathematik und Programmierung an der National Technical University of Ukraine. In ihrer Thesis behandelte sie das Thema „Augmented Reality System in Media Art“, woraus später ein Projekt entstand, welches in Moskau ausgestellt wurde. In ihren Installationen im Güterbahnhofareal befasst sie sich mit der (Un)endlichkeit von Bildern und Zeit. Sie hinterfragt den Wert von Bildern, indem sie diese auf mechanische Weise über ein Computerprogramm entstehen lässt. Außerdem thematisiert sie die Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken. In ihrem Werk „ST RY O“ – ein mit Tinte und Acrylfarben bearbeitetes Buch – beschäftigt sie sich damit, was wir sehen und nicht sehen.

darynafes.tumblr.com

Alejandra Morote PeraltaDie Medienkünstlerin Alejandra Morote Peralta ist in Lima geboren und lebt in Berlin. Sie hat einen Masterabschluss in Zeitgenössicher Fotografie von der Efti School of Photography und arbeitet derzeit in Berlin für das Miami Ad School Art Direction Program. Ihre Arbeit basiert auf der Spannung zwischen Wahrheit und Fiktion; und der Restrukturierung und Modifizierung vorhandener Bilder, um neue Bedeutungseinheiten zu schaffen. Sie arbeitet mit der Anneignung von Symbolik und befasst sich mit Geschichten der Popkultur und Nutzern von digitalen Medien.

www.alejandramoroteperalta.com

InaWeise ©AndréMatthei

©AndréMatthei

Die freischaffende Künstlerin Ina Weise studierte Design an der Hochschule für Angewandte Kunst Schneeberg. Nach längeren Aufenthalten in Österreich, Polen und den USA absolvierte sie 2014 ihren Master in „Kunst im öffentlichen Raum und neue künstlerische Strategien“ an der Bauhaus-Universität Weimar. Weise’s Arbeiten umfassen ortsspezifische Performances und Interventionen im öffentlichen Raum. Ihr Werk „Dienstleistungen“ wird zusätzlich zur Ausstellung im Güterbahnhofareal bereits eine Woche vor Start des Festivals in der Innenstadt von Görlitz performt!

www.inaweise.com

ADuetOfAmplifiedSewingMachinesSeit 2015 operiert das Nähmaschinenduett A Duet of Amplified Sewing Machines gemeinsam live auf der Bühne. Es ist die Liebe zur Experimentalmusik und zur kritischen Auseinandersetzung mit den Auschluss- und Ausbeutungsmechanismen der Mode, die Lisa Simpson (Agente Costura) und Stephanie Müller aka rag*treasure (beißpony/ OK DECAY) verbindet. Wenn die beiden gemeinsam dem Fadenlauf folgen, erzeugen sie nicht nur Klänge. Die Nähmaschinen sind Instrumente und Werkzeug zugleich. Sie möchten ZuschauerInnen einladen, Berührungsängste, Unsicherheiten, all das, was als Ungut betrachtet wird, loszuwerden.

Performance: Montag, 08.05., 17 Uhr

Franziska Harnisch, geboren in Berlin, studierte Bildende Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und der Stiftung Universität Hildesheim. Die Künstlerin wird bei den Zukunftsvisionen2018 mit der Videodokumentation ihrer ungewöhnlichen „Putzperfomance“ auf Leerstände in der Stadt aufmerksam machen. Sie wird durch ihre Perfomance mit Passanten in Kontakt kommen und Gespräche über die leeren Räume und ihre Geschichte sowie über Zukunftsvisionen des Quartiers anregen.

vimeo.com/user29977761

Cristina/Elina/Franzisca/ElisaDas Künstlerkollektiv Cristina/Elina/Francisca/Elisa besteht aus Elina Saalfeld, Cristina Rüesch, Francisca Markus und Elisa Nessler. Die vier Künstlerinnen studieren an der HFBK Hamburg. In ihrem sich konstant wandelnden Raum im Güterbahnhofareal setzen sie Bewegungen, Objekte, Begegnungen und sinnliche Erfahrungen in Bezug zueinander und geben dem durchschreitenden Besucher Möglichkeiten zur Interaktion und Integration in den Raum.

Öffnungszeiten der Ausstellung

Sa, 05. Mai 17 – 20 Uhr
So, 06. Mai 10 – 20 Uhr
Mo, 07. Mai – Mi, 09. Mai 12 – 20 Uhr
Do, 10. Mai – Sa, 12. Mai 10 – 20 Uhr

Führungen

Sa, 05. Mai 17 Uhr
So, 06. Mai 12 Uhr
Mo, 07. Mai – Mi, 09. Mai 17 Uhr
Sa, 12. Mai 18 Uhr

 

Treffpunkt an der Kasse zur Ausstellung.

Gütesiegel - Ungut

Das Leitmotiv der ZuVi2018

Überall in der Gesellschaft begegnen wir Maßstäben, an denen wir uns und andere messen sollen. Skalen, an Hand derer wir Handlungen einschätzen, Label, die wir vergeben. Überall wird abgestuft, verglichen, gewertet. Doch wer legt eigentlich diese Werte fest? Wer bestimmt, was gut und was schlecht ist für Mensch, Stadt und Gesellschaft? Görlitz ist ein Ort, der von Bestrebungen nach Umnutzung und Umwälzung geprägt ist. Bedeutet der Wunsch nach Veränderung, dass der aktuelle Zustand als unzufriedenstellend, als ungut eingestuft ist? Macht das das Gebiet zu einem Ungut, zu etwas, dessen man sich entledigen will? Wie wird Ungut zu Gut? Und welche Bedeutung haben diese Begriffe für den Einzelnen und die Gesellschaft? Mit diesen Fragen möchten wir uns in der Ausstellung 2018 auseinandersetzen.

The Leitmotiv of ZuVi2018

Everywhere in society, we are confronted with standards by which we are supposed to measure ourselves and others. Scales that we use to judge actions, labels that we assign. Ranking, comparing, valuing. But who determines these values? Who decides what is good and what is bad for people, cities and society? Görlitz is a place, which is defined by efforts of conversion and transformation. Does this quest for change mean that the current state has been categorized as unsatisfactory, as ungut (not good)? Does this turn the area into an Ungut (a good without use for the owner), into something, which you want to get rid of? How does an Ungut turn into a good? And which meanings do these terms hold for the individual and for the whole of society?